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Dirk Govers

DIE ROLLE DES HÄNDLERS

Der Schweinehandel hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Wo früher schnelles Handeln, Verhandeln und direkter Handel die Norm waren, ist die Branche heute strukturierter und transparenter geworden. Um einen guten Eindruck von diesem Wandel zu bekommen, sprach ich mit Dirk und Pim Govers.

Der Charme von früher

Früher standen sie gemeinsam an der Spitze von VAEX The Livestock Traders, bis Pim sich ganz auf VAEX The Truck Traders konzentrierte. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und Familiengeschichte im Viehhandel zeichnen sie ein Bild davon, wie der Handel früher war, wie er sich entwickelt hat und was die Zukunft bringt.

„Der Handel von früher hatte etwas Magisches“, erzählt Pim. „Es war Tagesgeschäft in seiner reinsten Form. Freitags und samstags kauften wir Tausende von Ferkeln, oft ohne direkten Käufer. Das regelten wir später. Es war ein Spiel aus schnellem Handeln, Verhandeln und Risiken eingehen.“ Die Händler waren ständig unterwegs, besuchten Bauern und bestimmten vor Ort die Qualität und das Ziel der Schweine. Ein großes Netzwerk und Erfahrung waren unerlässlich.

Die Kommunikation lief damals völlig anders. Dirk und Pim wuchsen mit Geschichten darüber auf, wie ihre Väter Geschäfte machten. „Die Generation vor uns hatte noch keine Mobiltelefone oder E-Mails“, erklärt Dirk. „Sie saßen am Samstagabend am Festnetztelefon, um Geschäfte abzuschließen, weil das der Moment war, an dem die Bauern erreichbar waren.“ Als Dirk und Pim selbst das Steuer übernahmen, waren Mobiltelefone bereits etabliert und der Handel veränderte sich langsam mit. Dennoch blieb der Samstag ein wichtiger Handelstag, an dem Schnelligkeit und Marktkenntnis entscheidend waren.

Transparenz und Vergrößerung

Im Laufe der Jahre wurde der Markt immer transparenter. Durch Vorschriften und Digitalisierung verschwand der traditionelle Samstagabendhandel und feste Linien und Verträge setzten sich durch. „Früher hatten wir zwanzig Bauern auf einem LKW, heute sind es nur noch ein oder zwei“, erklärt Dirk. „Gesundheitsrisiken und Qualitätsstandards wurden verschärft, sodass Mischpartien von verschiedenen Höfen kaum noch vorkommen.“

Auch die Struktur der Schweinehaltung hat sich verändert. „Früher hatte fast jeder Bauer einen kleinen Stall mit Schweinen. Heute sind es große, spezialisierte Betriebe“, sagt Pim. Das beeinflusst nicht nur den Handel, sondern auch die Funktion des Händlers selbst. „Der Händler war früher das Bindeglied zwischen Bauer und Abnehmer. Heute versuchen große Unternehmen, direkt zu handeln, wodurch sich unsere Rolle verändert.“

Das Wort ‚Händler‘ hat laut Dirk und Pim immer häufiger einen negativen Beigeschmack. „Die Leute denken an schnelle Geschäfte und Zwischenhändler, die Geld nehmen, ohne Mehrwert zu bieten“, sagt Dirk. „Aber das ist längst nicht mehr so. Heute muss man mehr denn je beweisen, warum man gebraucht wird.“

Dieser Mehrwert liegt ihrer Meinung nach in Wissen, Erfahrung und internationalen Kontakten. „Wenn der Markt knapp ist, können Abnehmer ihre Lieferanten selbst finden“, erklärt Dirk. „Aber wenn der Handel stockt, ist man als Händler unentbehrlich. Man braucht ein Netzwerk, muss kreative Lösungen bieten können und wissen, wie man Überschüsse und Engpässe in Europa miteinander verbindet.“

„Der Handel von früher hatte etwas Magisches“

Internationale Verschiebungen

Neben Transparenz und Vorschriften spielen auch internationale Entwicklungen eine große Rolle. Die Verschiebungen von Angebot und Nachfrage sorgen dafür, dass Händler flexibel bleiben müssen. „Früher fuhren wir mit LKWs voller Schweine in den Süden, heute arbeiten wir mit langfristigen Verträgen und stabilen Absatzkanälen. Der Markt ist einfach weniger sprunghaft geworden.“

Dennoch bleibt Raum für Unternehmertum. „Es wird immer Bedarf an Vermittlung geben“, sagt Dirk. „Tierkrankheiten, sich ändernde Vorschriften und schwankende Produktionsniveaus sorgen dafür, dass es immer Länder mit Überschuss und andere mit Mangel gibt.“

Die Zukunft des Schweinehandels

Was bringt die Zukunft? Dirk sieht den Handel weiter professionalisieren und integrieren. „Man sieht, dass erfolgreiche Schweinehändler heute nicht mehr nur handeln. Sie haben eigene Schlachthöfe, Futtermittelbetriebe oder sogar Sauenbetriebe.“ Vergrößerung und Effizienz bleiben wichtige Themen. „Will man als Schweinehändler überleben, muss man weiter denken als nur an Kauf und Verkauf von Tieren.“

Pim ergänzt: „Der Charme von früher verschwindet. Aber das ist nicht unbedingt schlecht. Es ist jetzt transparenter, besser organisiert und ruhiger als früher. Das ist für die Händler, die Bauern und die Tiere eine positive Entwicklung.“

Trotz der Veränderungen bleibt eines bestehen: Die Welt des Schweinehandels bleibt dynamisch und herausfordernd. Und solange Schweine gehandelt werden, werden erfahrene Händler wie Dirk ihre Rolle weiterhin erfüllen. „Die Welt ist kleiner geworden“, schließt er. „Aber der Bedarf an Fachwissen und Zuverlässigkeit wird immer bestehen bleiben.“

„Bedarf an Fachwissen und Zuverlässigkeit wird immer bestehen bleiben.“

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Diese Geschichte, geschrieben von meinen Tanten Francine Govers und Annie Govers, vermittelt ein gutes Bild von unserem Ursprung und Wachstum bis 1974. – Dirk Govers

Unser Unternehmen, einst als Schweinehandel Govers gegründet, hat eine reiche Geschichte von harter Arbeit, Durchhaltevermögen und starken Familienbanden.

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