Kann ich Ihnen helfen?
Dirk Govers

Von Parma bis Palermo: VAEX aktiv in Italien

Wie VAEX seit fast 50 Jahren eine Brücke zwischen den Niederlanden, Dänemark und der italienischen Schweinehaltung schlägt

Eine lange Geschichte in Italien

Alles begann bei den Gebrüdern Govers: Toon und Leo. Am 1. Januar 1976 fuhren Leo und seine Frau José Govers bei dichtem Nebel zur Schweinebörse nach Mailand auf der Suche nach einem Kommissionär. Sie fanden ihn in Pino Boglio aus Genua, bei Turin. Über sein Netzwerk ging die erste Ladung Schlachtschweine im Frühjahr 1976 nach Pelisero in Baldichieri d’Asti (Italien).

Was mit Vertrauen und einem Handschlag begann, entwickelte sich zu einem stabilen Strom. Italien, mit seiner starken Fleischverarbeitung und seinen Schinken, erwies sich als idealer Partner für VAEX.

„Es begann mit der ersten Lieferung nach Turin. Alles basierte auf Vertrauen und einem Handschlag.“

Wachstum und Professionalisierung

In den achtziger und neunziger Jahren lag der Schwerpunkt auf Schlachtschweinen und in geringerem Maße auf Ferkeln. Schlachthöfe in ganz Italien, von Nord bis Süd, wurden beliefert. Wir wuchsen in diesen Jahren rasant und waren schnell fest im italienischen Markt verankert. 1992 wählten wir den Namen, der geblieben ist: VAEX, kurz für Varkens Export. Leo Govers lernte selbst „Italienisch“… oder besser gesagt, eine fröhliche Mischung aus Spanisch und Italienisch, sein eigener Dialekt, haha. Auch alte Vertriebskollegen wie Peter Smulders kamen in den 90ern dazu, später gefolgt von Ezio Bocca. Anfang der 2000er übernahm die neue Generation, und in Italien stieg Dirk Govers ein, während Pim Govers sich auf Spanien konzentrierte. Natürlich wurde untereinander gescherzt, wo man am besten isst. Italien blieb ein wichtiger Markt, aber auch in anderen Teilen Europas kamen immer mehr Kunden hinzu.

Heute: Dänische Duroc-Ferkel für Nord- und Mittelitalien

Wo es früher um Schlachtschweine ging, liegt der Fokus von VAEX in Italien heute vor allem auf der Lieferung von Duroc-Ferkeln aus Dänemark. Duroc-Ferkel liefern Fleisch mit einem besseren Gleichgewicht zwischen mager und fett, und das schmeckt man im Endprodukt. Außerdem können sie besser zu den schweren Schweinen heranwachsen, die so typisch für Italien sind (oft über 170 Kilo), wodurch Schinken und Lenden größer sind und länger und besser reifen. Und Schinken, darum dreht sich vieles in der italienischen Schweineproduktion!

Norden und Süden: zwei Welten

Roberto De Pol, seit 2017 Agent von VAEX in Italien, sieht einen deutlichen Unterschied zwischen Nord- und Süditalien. Im Norden geht es um Größe, gute Logistik und Wachstum; im Süden um kleine Familienbetriebe mit starken regionalen Produkten. Beide arbeiten mit VAEX: der Norden für Volumen und regelmäßige Lieferungen, der Süden für Qualität und Tradition. VAEX bedient beide Seiten.

Handel aus dem Bauch heraus

In den Anfangsjahren wurden Geschäfte oft buchstäblich am Küchentisch gemacht, etwas, das in Italien auch heute noch häufig vorkommt. Eine Tasse Kaffee dazu, und dann weiter zum nächsten Kunden. Der persönliche Kontakt stand im Mittelpunkt, etwas, das VAEX bis heute sehr wichtig ist.

Vertrauen als Schlüsselwort

Was all die Jahrzehnte Bestand hatte: Vertrauen. Sowohl auf niederländischer als auch auf italienischer Seite weiß man, dass Absprachen eingehalten werden, Qualität geliefert wird und immer jemand erreichbar ist, wenn es ein Problem gibt. Dieses Vertrauen ist vielleicht der wichtigste Grund, warum VAEX noch immer fest im italienischen Markt verankert ist. Und mit dem Fokus auf Duroc-Ferkel aus Dänemark versuchen wir, zur italienischen Schweinebranche beizutragen.

Ausblick
Italien bleibt für VAEX ein wichtiger Markt mit vielen Chancen. Die Nachfrage nach Qualität, Zuverlässigkeit und Partnern, die mitdenken, wächst stetig. „Solange wir diese Rolle weiter erfüllen können“, sagt Roberto, „bleibt Italien ein Land, in dem sich VAEX zu Hause fühlt.“ Und so schließt sich der Kreis: von diesem einen LKW nach Turin im Jahr 1976 bis zu einer modernen und soliden Zusammenarbeit, die heute aus der italienischen Schweinehaltung nicht mehr wegzudenken ist.

Toon Govers wählt Schweine für italienische Kunden aus.

Toon Govers wählt Schweine für italienische Kunden aus.

Toon und Leo Govers im Büro in Reek

Toon und Leo Govers im Büro in Reek

Warten an der Grenze

Warten an der Grenze

Verschiedene Ladungen unterwegs nach Italien in den 80er/90er Jahren

Verschiedene Ladungen unterwegs nach Italien in den 80er/90er Jahren

Magazin

Unser Magazin gibt Ihnen einen Einblick in die Welt des internationalen Schweine- und Viehhandels. Mit aktuellen Marktinformationen, inspirierenden Geschichten und praktischen Einblicken. Für alle, die wissen möchten, was passiert und wo die Chancen liegen.

Sehen Sie sich unser Magazin an

Wir sind Viehhändler

Angenehm.

Wählen Sie eine Sprache aus