Zu Besuch bei S.A.I.M. – Die Geschichte der Società Agricola S.A.I.M. zeigt, wie tief die Liebe zur Schweinehaltung in Italien verwurzelt ist. 1984 begannen die Großeltern des heutigen Besitzers „mit einer Strohhütte und zwei Sauen“. Innerhalb von zehn Jahren standen dort „zwei Ställe mit fast zweitausend Plätzen und eine eigene Futtermischanlage“, erzählt der heutige Betriebsleiter.
Sein Vater machte weiter und seit 2009 steht er selbst an der Spitze: „Ich bekam Vertrauen, konnte investieren und meine Ideen umsetzen. Mit vielen Opfern baute ich einen zusätzlichen Stall für achthundert Tiere und verbesserte den gesamten Betrieb.“ Inzwischen gibt es Platz für 2.600 Mastschweine. Die größte Inspirationsquelle? Seine Großmutter: „Sie war die wahre Bäuerin… sie hat mir die Liebe zu den Tieren beigebracht.“ Diese Leidenschaft zahlt sich aus: „Wir erzielen Erträge und Futterverwertungen, die früher undenkbar waren.“
Zusammenarbeit mit VAEX
Seit sieben Jahren arbeitet SAIM mit VAEX zusammen. „Es ist eine Zusammenarbeit, die immer auf Verbesserung ausgerichtet ist. VAEX achtet auf jedes Detail und das hilft uns zu wachsen.“ Gleichzeitig sind die Vorschriften streng. „Wir befolgen strikt die Vorschriften der lokalen Gesundheitsbehörden. Das kostet viel Zeit und Geld, aber mit der richtigen Einstellung sieht man, dass es funktioniert. Wir liefern ein hochwertiges Produkt, das in vielen Ländern Bewunderung hervorruft.“
Blick in die Zukunft
Trotzdem macht er sich Sorgen über den Mangel an Nachfolgern in der Branche. „Viele junge Menschen entscheiden sich nicht mehr für diesen Beruf. Dabei ist es ein wunderbarer Beruf, voller Leidenschaft und Erfüllung. Es sollte eigentlich Ausbildungen geben, um junge Leute besser vorzubereiten und zu begeistern. Nur so halten wir die Branche lebendig.“
Seit fast 30 Jahren unter Schweinen
Ein persönlicher Blick auf den italienischen Markt von VAEX-Berater Roberto De Pol: „Ich arbeite nun fast dreißig Jahre in der Schweinebranche“, sagt Roberto De Pol. Seine Rolle: „Kontakte pflegen, neue Kunden finden, Chancen erkennen“, wie die kürzlich gestarteten Initiativen soccida und VAEX Commerciale. Was ihm daran gefällt: „der direkte Kontakt zu Menschen… zu verstehen, was sie brauchen.“
Roberto De Pol (links) und Daniel Tonato
„Es gibt viel Unsicherheit“, erklärt Roberto. „Die Preise sind jetzt gut, aber ein infiziertes Wildschwein kann eine ganze Region lahmlegen. Man kann von 2 € pro Kilo auf 1,50 € fallen, ohne etwas dagegen tun zu können.“ Das ist für viele Landwirte natürlich frustrierend. Außerdem kämpfen Betriebe mit hohen Produktionskosten, strengeren Vorschriften und einem Mangel an Personal. Dennoch sieht Roberto auch Chancen: „Betriebe, die weiterhin investieren, mit Blick auf Genetik und Leistung, werden überleben. Besonders jetzt, da immer mehr kleine Akteure verschwinden.“
Schweres Schwein, einzigartiger Geschmack
Italien ist weltberühmt für seinen Prosciutto di Parma und San Daniele. Dafür sind schwere Schweine (>170 kg) entscheidend, auch für größere Schinken. „Duroc-Schweine bieten das richtige Gleichgewicht zwischen mager und fett.“ Nord- und Süditalien unterscheiden sich dabei stark. „Im Norden sieht man mehr Betriebsvergrößerungen und bessere Logistik. Im Süden sind es oft kleinere Betriebe mit wunderbaren regionalen Produkten, die aber meist lokal bleiben.“
Die Verbindung zu VAEX
Seine Zusammenarbeit mit VAEX begann auf einer Messe in Hannover. „Ich traf Dirk, und es hat sofort gepasst. Wir haben dann begonnen, Ferkel an Landwirte zu liefern, die für einen neuen Vertriebsweg offen waren.“ Was macht VAEX seiner Meinung nach zu einem so guten Partner für italienische Kunden? „Die Mentalität. Dirk ist ein Profi, gibt Vertrauen und weiß, dass kein Kunde wie der andere ist. Und: Wir liefern Qualität. Fast nie Probleme mit den Ferkeln, das hilft enorm.“ Auch der Servicelevel ist hoch. „Wenn etwas ist, kümmern wir uns sofort darum. Wir arbeiten hier mit einem eigenen technischen Berater, Dr. Merlini, der direkt mit den dänischen Tierärzten kommuniziert. Die Kunden spüren, dass wir mitdenken und nicht einfach etwas aufzwingen.“
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